| - Die drei Befürworter Zavos, Antinori und Boisselier behaupten, Methoden zu haben, mit denen sich erkennen lässt, ob der geklonte Embryo genetisch gesund ist. Sie haben aber bisher keine Auskunft darüber gegeben, wie weit ihre Experimente inzwischen fortgeschritten sind.
- Antinori, der aus früheren Jahren bekannt ist, weil er 60jährigen Frauen zu Schwangerschaften durch In-vitro-Befruchtung verholfen hatte, hatte bereits am 25.1.2001 in Lexington angekündigt, noch im Jahr 2001 mit dem Klonen zu beginnen. Auf einem Vortrag über "Recent advances in Assisted Reproductive Technologies for the new Millennium" in einem Krankenhaus in Lexington, Kentucky, sagte Antinori, dass sich bereits 10 Ehepaare als potentielle Kandidaten gemeldet hätten. Inzwischen sollen sich bereits mehrere hundert Paare für die ersten Versuche zur Verfügung gestellt haben. Zavos und Antinori hatten nochmals am 27.1.2001 in Chicago das Klonen von Menschen angekündigt: "So revolutionär und fiktiv es klingen mag, es wird getan werden", sagte Zavos.
- Auch Dr. Brigitte Boisselier, die ein Labor in Syracuse im US-Staat New York leitet, ist zuversichtlich, in Kürze ein geklontes Baby zu erzeugen und hat vor, dann kommerziell zu klonen, es wurde schon die Summe von 200 000 Dollar genannt, für die sie "den Service anbieten" möchte. Rael, ein französischer Journalist, meint, daß Außerirdische in Laboratorien die DNA entwickelt und so das Leben auf der Erde geschaffen haben. Da also das Leben ohnehin im Labor entstanden ist, steht dem Klonen nichts im Wege, ganz im Gegenteil, durch Klonen soll die Menschheit ewiges Leben erlangen. Rael hat zusammen mit anderen Investoren die Valiant Venture Ltd. auf den Bahamas gegründet, die u.a. Eltern unterstützen will, die ein geklontes Kind bekommen wollen. Man kann dort bereits Zellen aufbewahren lassen für 50000 Dollar.
- Auch andere Unternehmen bieten Klonwilligen bereits die Aufbewahrung von Zellmaterial für spätere Verwendung an, z.B. Southern Cross Genetics in Australien zum Preis von 2500 Dollar.
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- 9.8.2001
- Die Vertreter von Deutschland und Frankreich haben in New York formell einen Verbots-Antrag bei den Vereinten Nationen gestellt.
- Bei der Generalversammlung im September soll die Anti-Klon-Initiative auf der Tagesordnung stehen. Ziel sei es, das reproduktive Klonen von Menschen international wirksam zu verhindern und eine weltweit gültige ethische Schranke gegen entsprechende Forschungsvorhaben zu errichten, berichtete das Auswärtige Amt am 9.8. in Berlin. Inzwischen stellen sich Gegner des Menschen-Klonens die Frage, ob sich dieses durch ein Eingreifen der Vereinigten Nationen noch weltweit verhindern lässt.
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