- Klonen
- Erzeugung von genetisch identischen Organismen. Wenn sich Pflanzen durch Stecklinge vermehren, gibt es in ihrer Erbmasse keine Unterschiede. Bei höheren Tieren und bei Menschen ist diese Erscheinung in der Natur selten, kommt aber auch vor: eineiige Zwillinge. Klonen ist die Erzeugung genetisch Gleicher auf künstlichem Wege, z.B. durch Embryonensplitting: Erzeugung von Klonen durch Teilung eines Embryos in einem Alter, in dem sich noch jede Zelle zu einem vollständigen Organismus entwickeln kann (nur möglich, solange der Embryo aus nur wenigen Zellen besteht). Bei Labor- und Haustieren schon lange gebräuchlich; beim Menschen erstmals 1993, wobei die Embryonen jedoch nicht ausgetragen wurden.
- Klonen eines bereits erwachsenen Organismus:
- 1996 gelang es erstmals, aus einer Zelle eines erwachsenen Schafes ein genetisch identisches Tier ("Dolly") nachzuzüchten, indem man den Kern der Körperzelle in eine Eizelle hineinversetzte und diese von einem anderen Mutterschaf austragen ließ wie eine normal befruchtete Eizelle.
- Gibt es bald Menschen-Klone?
- Im Februar 2001 verkündete der italienische Frauenarzt Severino Antinori, noch im gleichen Jahr mit der Klonung des Menschen beginnen zu wollen (Spiegel 6, 5.2.01, 204 ff.). Er hat 10 Paare ausgewählt, von denen stets der Mann geklont werden soll. Ein weltweiter Verband von Reproduktionskliniken mit dem Namen "A Part" unterstützt das Vorhaben. Im Oktober 2001 wollen die Menschen-Klonierer in Monaco tagen. Auch Repro-Mediziner aus Deutschland werden dabei sein.
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- Das Klonen gehört nur indirekt zum Bereich der Gentechnologie, weil es dabei nicht zu einem Eingriff in die Erbsubstanz kommt. Beim Klonen werden lediglich unveränderte Genome dupliziert.
- Die ethischen Fragen sind aber ähnlich und auch sehr aktuell, falls das Klonen von Menschen tatsächlich in nächster Zeit praktiziert werden sollte.
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